Milliardenkampf um Warner, Bestseller Manipulation & Horst bei Linkedin

Shownotes

Die drei heißesten Themen, die die Marketing- und Medienwelt diese Woche beschäftigen: Warner Bros. Übernahmeversuche: Wir erklären den Milliardenkampf zwischen Netflix und Paramount um die Übernahme von Warner Brothers Discovery und beleuchten den Kulturkampf, der im Hintergrund zwischen **Hollywood **und dem Silicon Valley ausgetragen wird.

Spiegel-Bestseller-Manipulation: Wir sprechen darüber, wie leicht sich mutmaßlich ein Platz auf der Spiegel-Bestseller-Liste erkaufen lässt, um damit Marketing zu machen, und welcher Verlag dabei fragwürdigen Coaches hilft, das Label zu erkaufen.

Horst-Schlämmer-Marketing: Schließlich werfen wir noch einen Blick auf eine unerwartet innovative Marketing-Aktion auf Linkedin, für den neuesten "Horst Schlämmer"-Film mit Hape Kerkeling.

Folgt uns auf Instagram: instagram.com

Folgt uns auf Tiktok: tiktok.com

Links:

"Netflix to Acquire Warner Bros.": netflix.com

"Paramount Launches All-Cash Tender Offer to Acquire Warner Bros. Discovery": paramount.com

"Netflix’s Sarandos Wooed Trump in Person Ahead of Warner Bid": bloomberg.com

"Behind Paramount’s Relentless Campaign to Woo Warner Discovery and President Trump": wsj.com

"Spiegel-Bestseller-Aufkleber: Das Arschgeweih der Literatur" sueddeutsche.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich habe ein Netflix-Account und hatte bei mir auch schon eine E-Mail bekommen, wo Netflix quasi schon groß rumgepönt hat, dass es eigentlich schon relativ durch ist und dass die Water Brothers jetzt holen.

00:00:11: Aber für die Abonnentinnen ändert sich überhaupt nichts und es bleibt erst mal so.

00:00:16: Und dann war ich ja sehr überrascht, dass ich dann am nächsten Tag mitbekommen hatte, aber es ist ja alles noch gar nicht durch.

00:00:20: Also sie waren ja da ein bisschen arrogant unterwegs, kann man vielleicht sagen.

00:00:24: Einfach, damit es in der ersten Woche so viele Verkäufe generiert, damit es dann auf dieser Bestsellerliste landet.

00:00:29: und man sich eben diesen Aufkleber aufs Buch kleben kann.

00:00:33: Einfach nur dadurch, dass es eine Woche in den Charts gewesen ist.

00:00:36: Und dass das halt so ein bisschen zum Marketinghebel mutiert wird.

00:00:40: Also, ich hab Schlemmer auf LinkedIn gesehen und fand das erstaunlich, dass für ein Jahr schon ... ein älteres Contentprodukt, sag ich jetzt mal, so einen Weg gegangen wird.

00:00:50: Und so haben die wirklich offenbar der Verleih oder ein Dienstleister für die, hat so einen persönlichen Linken-Account für die Angelegt, wo er das erste Teaser-Video zu dem Film geteilt hat.

00:00:58: Und dann haben viele Leute drunter kommentiert und er hatte auch mit vielen Kommentaren reagiert.

00:01:02: Und das fand ich schon lustig.

00:01:05: Guten Tag und herzlich willkommen zur fünften Folge OMR Takeaway.

00:01:10: Vielen Dank erst mal, dass ihr es in dem ganzen Weihnachtsstress noch irgendwie schafft, reinzuhören.

00:01:15: Wir freuen uns sehr darüber und wir, ja, das sind Roland und ich.

00:01:19: Roland ist Head of Content bei OMR und ich bin Plattformexpertin bei OMR.

00:01:23: Und wir probieren jede Woche für euch ein bisschen die Best-ofs rauszupicken.

00:01:28: Was geht denn so in der Marketing-Szene ab?

00:01:31: Was ist passiert?

00:01:32: Was ist der neueste Gossip?

00:01:33: Und Roland?

00:01:34: Erklärt euch heute, worüber wir reden.

00:01:36: Genau, heute sprechen wir über die Übernahme Schlacht um Warner Brothers in Hollywood und im Silicon Valley.

00:01:42: Dann sprechen wir über das Spiegel-Bestzeller-Label als Marketinghebel.

00:01:48: Und am Schluss sprechen wir noch über Horst Schlemmer auf LinkedIn.

00:01:52: Viel Spaß!

00:01:57: Ja, diese Woche gibt es einmal News eigentlich aus einer ganz anderen Sparte, aber man ist irgendwie gar nicht drum herumgekommen.

00:02:04: Und zwar geht es um Netflix, die ja ein Angebot abgegeben haben, Warner Brothers zu kaufen.

00:02:11: Dann kam aber irgendwie auch noch Paramount mit ins Spiel und alles wurde total unübersichtlich.

00:02:17: Und ich frag mich sowieso ... Wieso, weshalb, warum?

00:02:20: Und warum ist der Aufschrei so groß?

00:02:22: Und zum Glück gibt es da den Roland, der hat sich da eingelesen, der hat sich eingeschrieben, der hat sich damit beschäftigt, er hat mit Leuten geredet.

00:02:29: Und ja, erzähl doch mal, was du so rausgefunden hast.

00:02:32: Und ob du Licht ins Dunkeln bringen kannst, bei mir zumindest.

00:02:36: Oh, das wird natürlich ein schwieriges Unterfangen.

00:02:38: Aua!

00:02:38: Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz,

00:02:41: Schatz, Schatz,

00:02:44: Schatz, Schatz, Schatz, Schatz,

00:02:45: Schatz, Schatz, Schatz, Schatz,

00:02:46: Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz, Schatz.

00:02:49: Lass es mich mal probieren.

00:02:52: Ich finde das total spannend und verfolge es auch mit Faszination hier aus der Hamburger Ferne.

00:02:59: Ich finde es interessant, weil es für mich so ein bisschen die... der letztendliche Sieg des Silicon Valley über das alte Hollywood ist.

00:03:07: Also es ist ja so, Warner Brothers ist zum einen dieser Filmverleih, die haben auch ein TV-Geschäft usw.

00:03:12: Aber es ist ein Filmverleih mit unheimlich wertvoller IPs nennt man das hier Intellectual Property.

00:03:18: Die haben... Harry Potter haben sie im Programm.

00:03:21: Dann haben sie DC Comics.

00:03:22: Zu denen gehören Batman und Superman.

00:03:25: Gehört auch ihnen.

00:03:26: Dann haben sie noch TV-Sehens, Hitcoms, France, Seinfeld, The Big Bang Theory.

00:03:32: Haben sie alles im Portfolio.

00:03:34: Und das ist natürlich super wertvoll.

00:03:35: Und um die streiten sich jetzt eben Netflix und Paramount und ...

00:03:40: Aber sag mal, wenn ich jetzt hier bei mir beim Netflix reingehe und ich bin ja Generation Netflix, du bist ja eher Generation Film und Kino noch, ja?

00:03:49: Ich bin ja Generation

00:03:49: Netflix

00:03:52: und da sehe ich doch auch, dass Friends bei mir läuft.

00:03:56: Also bei Netflix, die haben ja auch Friends und jetzt gehört das aber eigentlich... Warner Bros.

00:04:00: und Netflix muss an die eigentlich bezahlen, dass sie das bei sich spielen dürfen.

00:04:04: Genau, die zensieren das.

00:04:06: Und gerade bei diesen Sitcoms ist es so, dass sie für die Streaming-Plattformen unheimlich wertvoll sind.

00:04:13: Da habe ich schon vor vier, fünf Jahren Berichte gelesen, dass diese Evergreen-Content für die Plattformen so wertvoll ist.

00:04:19: Weil es häufig, also es ist schon besser geworden, aber gerade in der Anfangszeit von diesen Streaming-Plattformen war es so, man ist da drauf gegangen, wusste nicht, was man gucken sollte und hat dann erst mal eine halbe Stunde gesucht.

00:04:28: hat nichts gefunden und war frustiert und hat sich dann irgendwann vom Abo abgemeldet.

00:04:35: Und da sind halt diese Inhalte wie Seinfeld, wie Friends Big Bang Theory super wertvoll, weil das ist so ein bisschen Comfort to me, wie nennt man das auch, wenn die Leute abends nach Hause kommen, Feierabend haben und noch ein bisschen schöner heile Welt sehen wollen.

00:04:48: Und dann gucken sie das.

00:04:50: Und deswegen ist das so wertvoll.

00:04:51: Das hält die Subscriber, die Abonnentinnen auf der Plattform.

00:04:55: Und deswegen ist es wertvoll.

00:04:56: Man spricht auch von Churn Rate, die Absprungrate quasi.

00:04:59: Und da sind diese Serien halt super wichtig.

00:05:01: Aber natürlich klar, die anderen Filme auch.

00:05:03: Und vorher, wie du es gesagt hast, war es so, dass das lizenziert wurde.

00:05:07: Und jetzt, wenn Netflix die Übernahme gelingt, würden sie das selbst besitzen.

00:05:11: Und das wäre natürlich für sie sicherlich sehr wertvoll.

00:05:15: Ja und du sagst jetzt schon, wenn Netflix, weil das finde ich dir auch super spannend, weil ich hab ja Netflix-Account und hatte bei mir auch schon eine E-Mail bekommen, wo Netflix quasi schon groß rumgepönt hat, dass es eigentlich schon relativ durch ist und dass die Water Brothers jetzt holen, aber für die Abonnentinnen ändert sich überhaupt nichts und das bleibt erst mal so.

00:05:35: Und dann war ich ja sehr überrascht, dass ich dann am nächsten Tag mitbekommen hatte, aber es ist ja dann alles noch gar nicht durch.

00:05:40: Also sie waren ja da ein bisschen... arrogant unterwegs, kann man vielleicht sagen.

00:05:44: Ein bisschen zu optimistisch auf jeden Fall.

00:05:46: Genau, es ist da diese Mail rausgegangen.

00:05:49: Also dazu muss man wissen, die haben eben dieses Angebot abgegeben von, ich glaube, US-Dollar, was schon wirklich ein crazy Preis ist, und haben dann diese Mail rausgeschickt.

00:06:00: Und sie waren offenbar mit dem Vorstand von Warner Brothers da schon einig, also sie haben diesem Angebot zugestimmt.

00:06:08: Dann ist aber am nächsten Tag gab es quasi ein feindliches Übernahmeangebot von Paramount.

00:06:13: Also die haben sich wenden sich direkt an die Aktionäre, bieten noch mal mehr, Kohle, US Dollar, muss man ein bisschen wissen, die kaufen dann auch das TV-Geschäft auf, zudem unter einem auch CNN gehört.

00:06:27: Das will Netflix nicht aufkaufen, deswegen ist deren Kaufpreis auch nicht bisschen niediger.

00:06:31: Und jetzt gibt es eben diese beiden Angebote und niemand weiß so genau, was da jetzt rauskommt und wer letztendlich den Zuschlag bekommt oder ob vielleicht sogar auch beide Deals nicht an den Kartellbehörden vorbeigehen, weil das auch natürlich ein großes Thema ist, Marktkonzentration, gerade dann da einer quasi so einen Monopol auf Content und auf Content distri... dass das nicht an den Kattelbehörden vorbeigeht?

00:06:56: Es ist ja auch so ein bisschen der Streit zwischen alt und neu, ne?

00:07:01: Weil Paramount ist ja auch noch gehört ja quasi noch zur alten Schule, wie Warner Bros.

00:07:06: eigentlich auch.

00:07:07: Und Netflix und so Prime und so.

00:07:09: was ist ja jetzt das total Neue und sind ja eigentlich so ein bisschen die Tech-Firmen, die irgendwie probieren, das jetzt abzulösen und das alles aufzukaufen.

00:07:16: Also es ist auch ein bisschen spannend, vielleicht aus der Sichtweise.

00:07:20: Wo wird Water Brothers jetzt hingehen?

00:07:23: Ja, würde man denken, ist aber auch gar nicht mehr so.

00:07:25: Also im Grunde hat diese Entwicklung das Silicon Valley Hollywood übernimmt, hat schon vor länger Zeit bekommen.

00:07:32: Ich glaube, letztes oder vorletztes Jahr hat Amazon MGM, also Metro Goldwyn-Mayer übernommen.

00:07:37: Das ist das Filmstudio hinter James Bond, also den gehört quasi die Figur James Bond.

00:07:45: Die gehört

00:07:46: jetzt quasi Amazon.

00:07:47: Die gehört Amazon, genau.

00:07:48: Also das war die erste Geschichte.

00:07:50: Und Paramount muss man wissen, ist jetzt auch, glaube ich, dieses Jahr war das, die sind übernommen worden von einem Unternehmen namens Skydance.

00:07:58: Und das gehört Dave Ellison.

00:07:59: Das ist der Sohn von Larry Ellison, dem Oracle.

00:08:03: Gründe, also quasi Milliardär mit Software im Silicon Valley geworden ist.

00:08:08: Das heißt, dieses Geld, diese hundert acht Milliarden Dollar, die Paramount jetzt bietet, die kommen quasi aus der Familie Allison, also aus einer Familie, die im Silicon Valley reich geworden ist.

00:08:19: Das heißt, es sind im Grunde beides Unternehmen, die diesen Tech-Hintergrund haben und die jetzt da für eine alte Hollywood-Marke bieten.

00:08:28: Insofern... Egal wie es ausgeht, vermutlich seinen beiden Details kommen nicht zustande.

00:08:33: Wie gesagt, hat das Silicon Valley quasi über Hollywood gewonnen.

00:08:39: Und das finde ich auch deswegen interessant, weil es in Hollywood jetzt in den letzten eins, zwei Jahren ... natürlich auch einen riesigen Kulturkampf rund um KI-Nutzung gab.

00:08:49: Es gab, in den Jahren Jahrzehnte gab es einen Streik der SchauspielerInnen, Gewerkschaft Zack Aftra, wo es darum ging, um die Konditionen, die SchauspielerInnen bei KI haben, weil die dann natürlich alle befürchten, da so ein bisschen commodified, sagt man ja, verdinglich zu werden, also, dass ihre Stimmen ihr ihre Anklitz quasi als virtuelle Avatar nur noch genutzt wird und dass das alles günstiger ist und dass sie so ein bisschen fast schon überflüssig gemacht werden.

00:09:17: Da haben viele in Hollywood Angst vor und jetzt wird...

00:09:20: Und das ja auch ein bisschen zurecht, ne?

00:09:21: Also wenn ich mir ja auch manchmal angucke, was man ja jetzt schon mega easy mit, weiß ich nicht, Hey Jen oder sowas, könnte ich dich ja auch reinpacken und dich irgendwie alles machen lassen und alles sagen lassen.

00:09:32: Zora haben wir auch schon drüber geredet, also es ist ja schon... eine berechtigte Angst, würde ich sagen.

00:09:37: Ja, also das wird ja immer besser und immer schneller.

00:09:41: Und es ist eben auch so, dass diese beiden Player, die da jetzt aktiv sind, alle besonders Netflix, die waren am Anfang so ein bisschen zurückhaltend im Bereich KI und haben gesagt, ja, wir sind da nur so ein bisschen vorsichtig, ein bisschen Kostenreduzierung, ein bisschen besser schneller.

00:09:57: Und jetzt in den letzten Earnings-Calls hat sich das aber schon ein bisschen anders angehören.

00:10:00: Hat gesagt, ja, Wir sind da schon sehr erfolgreich mit, haben sogar einen Film, ich müsste mal nachschauen, wie heißt, einen argentinischen Film als Beispiel genannt, wo ihn das wirklich geholfen hat, besser, schneller zu werden, günstiger zu werden und wo es nicht nur irgendwie so ein Postproduktion, ein bisschen Effekte nachträglich editieren ging offenbar.

00:10:21: Und ja, das ist ein Riesenkampf und wenn jetzt da das Silicon Valley quasi Hollywood übernimmt.

00:10:28: kann man so ein bisschen mutmaßen, dass da auch die KI noch stärker einzughalten wird.

00:10:34: Okay, so weit erst mal verstanden.

00:10:35: Ein bisschen Licht ins Dunkeln hast du gebracht.

00:10:38: Aber ich frage mich natürlich, so wie immer, warum reden wir jetzt in einem Marketing-Podcast darüber?

00:10:44: Ja, also zum einen natürlich war das faszinierend und interessant finde.

00:10:48: Nee, ich hab ja auch Gedanken darüber gemacht, was bedeutet das fürs Marketing.

00:10:51: Also was ich schon interessant finde, ist, dass quasi diese ganze ... alte IP und weniger Welt dann ja auch noch mal quasi Teil dieser klassischen mittlerweile klassischen online Verwertungskette wird.

00:11:03: von wegen man monetarisiert Content mit mit Werbung einfach weil also die früher waren halt die Filme und die Ticketverkäufe mittlerweile bei IP ist auch Merchandising natürlich ein Riesengeschäft.

00:11:14: aber jetzt ist es eben so Netflix verkauft ja auch Werbung Paramount.

00:11:20: genauso gibt es auch so eine Werbe finanziertes Abo.

00:11:23: Und da kann dann theoretisch, also es gibt, glaube ich, diese Selbstbuchungstools noch nicht, aber die Einstiegsfirmen sind dann natürlich deutlich niedriger, dass theoretisch auch der künftig der deutsche Mittelständler sich einfach Werbung in einem Harry Potter-Film kaufen kann, in Werbeplatz und dann irgendwie KI-drehernden Spot da platzieren kann.

00:11:40: Den Gedanken fand ich ganz interessant und deswegen habe ich auch noch einmal mit einem Experten zu dem Thema gesprochen.

00:11:46: Genau, hört mal rein.

00:11:48: Ja, bitte, sag doch mal, wer bist du und was machst du?

00:11:51: Mein Name ist Benjamin Bunte und ich bin CEO bei ISAM.

00:11:54: Wir sind eine Agentur, die sich auf Werbung im Connected TV spezialisiert hat, also auf Plattformen wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney oder auch Join.

00:12:01: Ja, sag mal, gibt es da Informationen darüber, gibt es Daten dazu, wie viel Geld in Deutschland schon für Werbung auf Streaming-Plattformen wie Netflix ausgegeben wird?

00:12:11: Genauere Zahlen, speziell für Netflix in Deutschland gibt es noch nicht.

00:12:14: Aber als grobe Hausnummer können wir sagen, der gesamte CTV-Werbemarkt in Deutschland wurde für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr für den Jahr.

00:12:21: Das klingt im Vergleich zum milliardenschweren TV-Markt vielleicht noch klein, aber das Wachstum ist extrem.

00:12:26: Bei uns selbst hat sich der seedige Umsatz in diesem Jahr vervielfacht und wir sehen wie stark die Werbekunden die Budgets gerade in Richtung Streaming verlagern.

00:12:33: Und was hier bei viele überrascht ist, dass Netflix bei der reinen Werbereichweite in Deutschland aktuell gar nicht der größte Player ist.

00:12:39: Da liegen andere wie Amazon Prime Video, Join oder RTL Plus weiter vorne.

00:12:42: Und gibt es da schon Selbstbuchungstools?

00:12:44: oder wie kommt man da rein?

00:12:46: Nein, einfache Selbstbuchungstools, wie man sie vom Plattformen wie Meta kennt, gibt es im CTV-Bereich noch nicht.

00:12:51: Das ist ein interessanter Punkt, weil wir bei ISAM schon vor über zehn Jahren als Social Specialists gestartet sind und seitdem direkt mit der Werbe-AP von Meta arbeiten.

00:12:59: Wir wissen also, technisch ist das Thema Direktbuchung längst gelöst und wäre für viele Werbekunden auch preiswerter.

00:13:04: Aktuell ist das eher eine strategische Entscheidung der Plattformen, die die volle Kontrolle noch nicht außer Hand geben möchten.

00:13:10: Der Weg ins CTV rein führt deshalb entweder über eine klassische I.O.-Buchung beim Publisher oder programmatisch, z.B.

00:13:16: über Einkaufsplattformen wie die Amazon DSP, DV-Tree-Sixty oder Active Agent.

00:13:20: Und jetzt noch mal als letztes, wie hoch sind da die Einstiegshürde?

00:13:23: Ab wie viel Geld darf man da als Advertiser mitspielen?

00:13:26: Die Einstiegshürde im CTV ist deutlich niedriger als im linearen Fernsehen.

00:13:30: Wir sagen bei ISAM, aber ein Budget von etwa Zehntausend Euro kann man schon sinnvolle Kampagnen starten.

00:13:35: Der große Vorteil im CTV ist ja, dass Werbung nicht national ausgespielt werden muss wie noch im linearen TV.

00:13:41: Man kann Zielgruppen sehr präzise und auch regional ansteuern.

00:13:44: Das macht es für viel mehr Unternehmen interessanter als klassische TV-Werbung und ist ein Grund dafür, dass die TV wächst und weiter wachsen wird.

00:13:51: Okay, ja, verstehe ich alles.

00:13:53: Aber du bist ja quasi mein kleines Lexikon des Vertrauens.

00:13:58: Und damit ich jetzt richtig punkten kann bei irgendwelchen Gesprächen, die wir darüber führen.

00:14:04: Was glaubst du denn, kommt ein Deal zustande?

00:14:07: Wenn ja, welcher?

00:14:08: Oder wenn gar nicht?

00:14:09: Warum nicht?

00:14:11: Da traue ich mir ehrlicherweise keine Prognose zu, so ehrlich muss ich sein.

00:14:14: Was ich aber schon interessant finde, aber ich meine, ist ja klar, dass die Antwort sehr stark von der Regierung Trump und deren Goodwill abhängt.

00:14:23: Und da gab es schon jetzt auch wieder die tollsten Räuberpistolen zu lesen, dass irgendwie... Der Ted Surrenders, der Co-Founder von Netflix davor, ob bei Trump war und da so ein bisschen anti-shambriert hat, sagt man ja, schon um Zustimmung geworben hat.

00:14:37: Dann hat sich Trump aber bedeckt gehalten, ob er ihm die geben wird öffentlich.

00:14:42: Dann haben irgendwie gleichzeitig Larry Ellison, also der Oracle Gründer, hat sich dann bei Trump gemeldet und gesagt, ja, das ist, wenn Netflix das kauft, das ist wettbewerbsrechtlich nicht in Ordnung.

00:14:52: Der David Ellison, also sein Sohn, hat angekündigt, ja, wenn wir den Zuschlag bekommen, dann führen wir auch bei CNN diverse Änderungen durch.

00:15:01: Also CNN gehört ja auch zu Warner Brothers, also zu dem TV-Geschäft und ist glaube ich Trump schon länger ein Dorn im Auge.

00:15:08: Das ist schon crazy, was das für eine... Das ist ja

00:15:13: wie ein eigener Hollywood-Film.

00:15:16: Also, wenn es darüber nicht in zwei Jahren ein Film gibt, dann

00:15:21: bin ich sauer.

00:15:21: Spannend wie eine Netflix-Serie hat Kollege Florian Riecke bei uns im Newsletter geteilt.

00:15:26: Und noch letzter Fakt, Jared Kushner, der Schwiegersohn von Trump, ist mit seinem Investmentfonds an der Finanzierung von Paramount beteiligt.

00:15:34: Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, dass dieses ... Paramount-Ding, den Zuschlag bekommt, ist vielleicht ein bisschen höher, weil die Nähe zu Trump noch mal größer ist.

00:15:42: Das ist schon wirklich Wahnsinn, dass man das so sagen muss.

00:15:46: Aber es kann vielleicht sogar sein, dass beide Deals scheitern wegen der mangelnden Zustimmung der Karteilbehörden.

00:15:52: Aber ich finde es total spannend, ist ein Krimi und vielleicht sprechen wir in ein paar Wochen oder Monaten noch mal drüber.

00:16:01: Ja, um jetzt nach dem ganzen Rumgenör, die hier über die US-Entertainment-Industrie vielleicht mal ein bisschen sanfter ins nächste Thema einzusteigen.

00:16:09: Julia, sag doch mal, zu Weihnachten schenkt man ja gerne mal ein Buch, wenn du jetzt in der Buchhandlung bist und nach einem Geschenk suchst.

00:16:15: Achtest du drauf, ob das Buch ein Bestseller ist oder nicht?

00:16:18: Ob da vielleicht sogar dieser Aufkleber-Spiegel-Bestseller draufklebt oder nicht?

00:16:22: Ehrlicherweise nicht mehr.

00:16:24: Also es springt natürlich total ins Auge.

00:16:28: dass da dieser Auflieber drauf ist und irgendwie verbinde ich auch noch so ein bisschen was damit.

00:16:32: Aber ich habe mich in den letzten Jahren total davon entfernt und ich lese ziemlich viel.

00:16:36: Ich bin in einem Buchclub mit vier anderen Frauen noch zusammen.

00:16:41: Deswegen, da wird jeden Monat einen Buch vorgestellt und das lesen wir dann.

00:16:45: Und ich glaube, das letzte Mal, dass ein Spiegel-Bestseller mit dabei war, ist schon her.

00:16:50: Also wir entfernen uns da ehrlicherweise total von und irgendwie ... weiß ich nicht, ja.

00:16:56: Ich muss ehrlich sagen, ich bin ja dann eher so Booktalk-mäßig unterwegs.

00:16:59: Weil da gibt es ja jetzt auch so ein bisschen die Embleme.

00:17:01: Weißt du, die macht man ja auch auf die Bücher rauf.

00:17:03: Und da würde ich halt zum Beispiel eher denken, dass das jetzt ein gutes Buch ist.

00:17:06: Beim Spiegelbestseller würde ich wahrscheinlich zugreifen, wenn ich es der Oma schenken möchte, ja.

00:17:11: Ja, lustig.

00:17:12: Ja, das mit Booktalk habe ich auch schon gelesen, dass es auch in den Buchhandlungen quasi schon Extratische gibt für die Bücher, die bei Booktalk gerade erfolgreich sind.

00:17:21: Und das jetzt so das neue ... Qualitätsmarken, weil ich es weiß.

00:17:25: Ja,

00:17:26: die Jüngeren wieder, ne?

00:17:27: Ja, ich wäre bei beiden Dingen so ein bisschen skeptisch, muss ich sagen.

00:17:30: Also, das heißt skeptisch, skeptisch wäre ich jetzt auch nicht, aber es wäre jetzt für mich jetzt kein Kriterium, irgendwie ein Buch zu kaufen.

00:17:37: Aber warum frage ich?

00:17:39: Ich frage natürlich, weil wir ein Thema haben.

00:17:41: Ich habe gerade einen sehr spannenden Artikel gelesen aus der süddeutschen Zeitung.

00:17:46: Das ist wirklich eine tolle Recherche von, ich nenn es jetzt einmal namentlich, weil die ist wirklich more than deserved, ist.

00:17:53: Werner Bartens, Werner Teckler und Sarah Peschke haben tollen Artikel geschrieben.

00:17:57: Unter der Headline das Arschgewei der Literatur.

00:17:59: Und mit Arschgewei der Literatur ist eben der Spiegel Bestselleraufkleber.

00:18:06: gemeint, der ja nicht mehr, nicht mehr nur positiv angesehen wird mittlerweile.

00:18:12: Und warum ist das so?

00:18:14: Also die Geschichte aus diesem Artikel ist, einer dieser drei AutorInnen hat, glaube ich, selbst ein Buch veröffentlicht oder sich angeschickt, ein Buch zu veröffentlichen und ist dann angesprochen worden oder angeschrieben worden von einer Influencerin, die ihn quasi angeboten hat, sein Buch zu bewerben auf ihrem Instagram-Account.

00:18:33: Selina Dolny heißt diese Influencerin.

00:18:36: Und die hat unter anderem einen Instagram-Account namens Book of Finance und da empfiehlt sie Sachbücher und da schickt sie eben so eine Preisliste rum.

00:18:47: Man kann dann irgendwie Verlosung machen, sie bespricht dieses Buch.

00:18:51: angeblich natürlich neutral und also man kauft sich jetzt keine gute Bewertung ein, aber man kauft sich quasi eine Besprechung ein.

00:18:58: Es gibt auch Amazon Rezensionen, kann man bei ihr einkaufen im Verlosung auf diesem Account.

00:19:03: Also das ist so das erste Beispiel aus diesem Artikel dafür, dass diese, dass diese ganze Buchmarkting, dass da die Grenzen mittlerweile zwischen, sag ich mal, journalistischer Rezensionen und PR immer stärker verfließen.

00:19:21: und das lustige.

00:19:22: hier noch eine anekdote eine persönliche anekdote wir haben bei uns im redaktionsteam über den artikel gesprochen und kollege florinke hat auch schon mal einen sachbuch geschrieben.

00:19:31: silicon rheinland ist das über so über starbabs aus rheinland und dann hat er eben von dieser seltener dolni eben auch genau diese mail bekommen mit einer preisliste hat ihm angeboten dass sie seinen Sachbuch bewirbt, irgendwie einen Feedpost für fünfhundert Euro, eine Instagram-Story für drehundert Euro.

00:19:51: Genau, dann gab es noch irgendwie einen Shout-out, Amazon-Rezension und so weiter.

00:19:55: Je nach der Uhr- und Tageszeit, wo das verwendlicht wird, gibt es dann auch nochmal unterschiedliche Preispunkte.

00:20:01: Also schon crazy, wie sich da so ein bisschen so eine eigene Industrie rausgebildet hat.

00:20:07: Ja, ehrlicherweise so ein bisschen überraschend, finde ich es jetzt.

00:20:10: gar nicht, weil ich finde ja auch bei diesem Booktoxie, und das ist alles jetzt alles, was ich sage, ist nur ein reines Gefühl.

00:20:17: Aber ich habe schon das Gefühl, das ist ja irgendwie ... wöscht die eine Hand die andere und auch generell bei so Siegeln.

00:20:25: Ich weiß das auch bei meinem vorherigen Arbeitgeber, das war die Lebensmittelindustrie, da war dann auch viel.

00:20:29: Also da sind dann schon so Zeitschriften oder irgendwelche Vergleichsportale, die dich anschreiben und die dann sagen, hey, für so und so viel kannst du unser Siegel kaufen.

00:20:38: Und das ist dann natürlich so, dass es irgendwie bei den Konsumenten was auslöst von wegen A-Sicherheit und A, das ist ja dann gut und das ist geprüft.

00:20:46: Und ich will auch gar nicht bezweifeln, dass es nicht so ist, aber es kostet der Geld.

00:20:50: Weißt du, also da ist ja dann immer der oder diejenige oder das Produkt, was irgendwie das meiste Geld hat, sind ja dann irgendwie die, die sich das erkaufen können und die sich damit ja dann auch Glaubwürdigkeit einfach erkaufen können.

00:21:00: Naja, das ist einfach, glaube ich, Folge der Entwicklung, dass die Leute halt immer weniger bereit sind, für Content Kohle zu zahlen, dass die Verlage mit immer weniger Abonnenten haben für ihre journalistischen Produkte.

00:21:13: Und dann sucht sich das halt alles einen Weg, wie man das trotzdem noch refinanzieren kann.

00:21:18: Schon crazy.

00:21:20: Ich kann mir das bei Booktalk auch sehr gut vorstellen.

00:21:23: Der größte Knaller aus diesem Artikel ist dann eben noch, dass es nicht nur diese Influencer gibt, sondern ... Die haben dann einen Lektor aufgetan, eines Sachbuchverlags, der gesagt hat, ja, es gibt hier einen, einen Mitbewerber im Markt, die das, glaube ich, sehr systematisch machen.

00:21:39: Und zwar heißt dieser Verlag Forward Verlag und der bringt mehrere Sachbücher heraus.

00:21:45: Und da gibt es eben diese Vermutung dieses anonymen Lektors, also der lässt sich dann nicht namentlich zitieren, dass die quasi Bücher einkaufen, um Bücher ihrer eigenen Autoren, beziehungsweise die Autoren, dieses Verlagstiere, einen großen Teil der Bücher selbst einkaufen, um quasi solche Spiegel-Bestzeller-Platzierungen zu erreichen.

00:22:05: Was schon wirklich crazy ist.

00:22:06: Und da

00:22:08: muss man mal ganz kurz nochmal vielleicht ausholen und sagen, wie kommt man denn auf diese Spiegel-Bestzeller-Liste?

00:22:13: Weil das wissen ja vielleicht ganz viele nicht.

00:22:15: Wenn man

00:22:18: in einem gewissen Zeitraum in einer Woche gibt, Dann wird dann geguckt, wie die Verkaufszahlen sind.

00:22:26: Das macht ein unabhängiges Institut namens Media Control.

00:22:30: Und je nachdem, wann so ein Buch erscheint, gibt es wahrscheinlich auch Peakzeiten wahrscheinlich im Vorweihnachtsgeschäft, kommt wahrscheinlich unheimlich viele viel raus und das ist dann sehr viel schwieriger.

00:22:39: Aber wenn man dann in Zeiten veröffentlicht, wo ein bisschen so eine Durststrecke ist.

00:22:43: braucht man vielleicht auch mal nur ein-tausend-sechsindert Bücher, die in einer Woche verkauft werden, um dann auf einen der vorderen Plätze vorzudringen.

00:22:51: Und dann ist es natürlich deutlich einfacher.

00:22:54: Und bei diesem Verlag ist es so, dass die da, so wird vermutet, versuchen das strategisch zu beeinflussen, so formuliere ich es mal.

00:23:03: Und da hat eben auch wirklich einer dieser Autoren dieses Articles, hat mit denen verhandelt und dann haben die ihm irgendwie drei verschiedene Pakete zu verschiedenen Preisen angeboten.

00:23:12: Und das teuerste Paket war eben das Bestseller Deluxe Paket zum Preis von ca.

00:23:19: Und da wird dann eben auch garantiert, dass es ein Spiegel-Bestseller wird.

00:23:23: Und dann ist es eben meistens auch so, und dieser Lektor, der das eben entdeckt hat, sagt, man sieht dann am Anfang eine Erektion, sagt er es genannt, weil am Anfang es einen großen Peak an Verkäufen gibt und dann stößt das ganz schnell wieder ab.

00:23:35: Einfach, damit es in der ersten Woche so viele Verkäufe generiert, damit es dann auf dieser Bestsellerliste landet und man sich eben diesen Aufkleber aufs Buch kleben kann.

00:23:44: einfach nur dadurch, dass es eine Woche in den Charts gewesen ist.

00:23:47: Und dass das halt so ein bisschen zum Marketinghebel mutiert wird.

00:23:50: Und das ist schon eine spannende Geschichte.

00:23:54: Und der Artikel ist einfach toll recherchiert.

00:23:56: und das spannende auch nochmal bei diesem Forward-Verlag ist, dass die AutorInnen dort, oder zumindest ein Teil der AutorInnen, die bei den Veröffentlichen, da ist es dann offenbar so, dass die mit dem Buch gar keine Kohle verdienen wollen.

00:24:11: wird dann ein bisschen zwischen den Zeilen in dem Artikel vermutet, sondern dass die einfach dieses Label wollen.

00:24:17: Sie sind Spiegel, Bestseller, Autor oder Autorin und dann verdienen sie mit anderen Sachen Geld, mit Coaching vor allen Dingen.

00:24:23: Und da ist halt einfach super wertvoll, wenn man sagen kann, hier, ich bin der Finanzcoach, ich bin der Immobiliencoach und ich habe hier dieses Label Spiegel-Bestseller.

00:24:32: Und ich bin Spiegel-Bestseller auch schon.

00:24:34: Das war der unheimliches

00:24:35: Vertrauen so.

00:24:36: Ja.

00:24:36: Und das da schon so ein System draus gemacht wird.

00:24:39: Und das Bekannte auch noch bei diesem Vorwurf verlagt, da waren die Bücher zuerst gar nicht im stationären Handel verfügbar.

00:24:45: Und klar, der ist jetzt auch bei Büchern deutlich weniger wichtig als zuvor.

00:24:48: Aber gerade, dass es nur noch online verfügbar ist, ist, glaube ich, Leicht halt auch noch mal potenziell die Möglichkeit, den Weg zu gehen, da Bücher selbst zu kaufen, um... die Verkaufszahlen da ein bisschen positiver darstellen, darstellen zu lassen, als sie es letztendlich tun, um es mal vorsichtig zu formulieren.

00:25:10: Ja, also das Learning ist quasi, dass dieses Lebel ist größtenteils zum Marketinghebel, bekommen und sehr stark beeinflusbar, ohne dass man das dem Spiegel wirklich vorwerfen kann, weil die können ja wenig dagegen tun gegen solche Hebel.

00:25:23: Aber es ist schon, ja, ich fand es spannend und wirklich eine tolle Recherche.

00:25:28: Ich kann den Artikel nur empfehlen.

00:25:30: Ich verlinke Ihnen gerne einmal in den Schaunuts.

00:25:37: Als letztes Thema reisen wir jetzt noch mal weit, weit, weit in die Vergangenheit zurück.

00:25:44: Und zwar zu einer Zeit als Hapekerkeling mit Horst Schlemmer.

00:25:50: noch cool war.

00:25:52: Es gab ja sowieso mal diese ganze Zeit, da waren ja die ganzen, ich weiß noch früher, die RTL-Comedians, alle die, die jetzt bei den... Also alle Comedians, die bei diesem Last One Laughing jetzt quasi mit dabei sind, die früher Schillerstraße gemacht haben und sowas als, weil ja die goldene Zeit der Comedians in Deutschland und du hast jetzt ein davon wiedergefunden und zwar nirgendwo Geringeres als auf LinkedIn.

00:26:20: Ja, hätte ich auch nicht gedacht.

00:26:24: Ja, ich hab Horst Schlemmer auf LinkedIn gefunden.

00:26:26: In der Tat, fand ich ganz lustig.

00:26:29: Also, was ist der Hintergrund?

00:26:30: Der Hintergrund ist, im März kommt ein Film in die Kinos, Horst Schlemmer sucht das Glück.

00:26:35: Ist jetzt so ein bisschen ... Ja, also, ich bin ein harbe Kerkeling-Fan.

00:26:39: Aber es wirkt jetzt so ein bisschen grad ... Man hätte

00:26:41: es kaum verbutet.

00:26:42: Ja, also, ich hab jetzt grad den Stromback-Film.

00:26:45: Vorher gab's Cannudes Manitou oder Cannudes Manitou.

00:26:48: Es wirkt schon so, als ob jetzt diese ganzen quasi IPs des deutschen TV noch einmal irgendwie quasi damit Geld und ... Ich

00:27:00: würd ja einfach deswegen, ich wollte gerade sagen, ich würd ja bei so welche Dingen immer, es kommt mir immer so vor, als hätten die einfach alle kein Geld mehr.

00:27:07: Das dachte ich früher bei so Flucht der Karibik das erste Mal, da kann ich mich dran erinnern, als es dann irgendwie Flucht der Karibik ... Drei und vier und so was.

00:27:15: Das Ding, die du mir gar nicht mehr anguckst, dachte ich, mein Gott, ihr habt auch genug Geld verdient.

00:27:19: Ja, ich glaube auch, dass Hapekerkerin genug Geld verdient hat.

00:27:22: Aber wir schreifen vom Thema ab.

00:27:23: Also, ich hab Schlemmer auf LinkedIn gesehen und fand das erstaunlich.

00:27:27: dass für ein ja schon ein älteres Content Produkt sage ich jetzt mal so einen Weg gegangen wird und zwar haben die wirklich offenbar der Verleih oder ein Dienstleister für die hat so einen persönlichen Link-Account für die angelegt, wo er das erste Teaser-Video zu dem Film geteilt hat und dann haben viele Leute drunter kommentiert und er hatte auch mit vielen Kommentaren reagiert und das fand ich schon lustig.

00:27:49: Meine ich auch, dass ich das gesehen habe, dass er unter anderen Posts reagiert hat, wo er irgendwie vertäckt wurde.

00:27:56: Und es wird ja viel diskutiert auf LinkedIn, dass Kommentare teilweise mehr Reichweite generieren als Posts und so weiter.

00:28:02: Und da so einen persönlichen Account anzulegen und da so stark ins Comment Game einzusteigen, fand ich jetzt schon für ein, wie sagt man, betagteres Produkt schon ganz lustig und schon eine ganz charmante Idee.

00:28:17: Ja, und was man da auch sagen muss, ist ja einfach auf LinkedIn, ist ja auch die Generation.

00:28:23: Am meisten und wahrscheinlich aktiv, wohl... die ihn doch kennen, also die jetzt in die Kinos gehen sollen und so was.

00:28:30: Also es ist ja an sich von der Zielgruppe her auch einfach smart gedacht.

00:28:32: Und die, die auch die Kohle dafür hat dann irgendwie noch fünfzig Euro für Kino-Tickets und Popcorn zu bezahlen.

00:28:42: Aber leider, also ein oder zwei Tage später war der Account verschwunden.

00:28:45: Ich nehme an, dass LinkedIn gelöscht hat, weil es kein echter Mensch war, der sich dahinter verborgen hat und es ja im Grunde nur Reibung war.

00:28:53: Ich habe mal bei dem Verleih nachgefragt, werde ich für verantworten.

00:28:56: ich war, habe nur keine Antwort bekommen.

00:28:57: Vielleicht schreibe ich es mal auf LinkedIn, wenn ich die Antwort bekommen habe.

00:29:01: Aber ich fand es eine ganz lustige Idee und dachte, das kann man an dieser Stelle einmal lobend erwähnen.

00:29:08: Und jetzt noch unter der Rubrik Oper erzählt vom Krieg.

00:29:14: Horst Schlemmer war einer der ersten.

00:29:15: Es gab so eine Branded Content Kampagne in Deutschland, so in der deutschen Agentur Szene vor.

00:29:20: Ich habe extra nachgeschaut.

00:29:21: Horst Schlemmer macht Führerschein für Volkswagen damals.

00:29:24: Das war so eine wegweisende Pionierkampagne, die so Preise gewonnen hat oder weiter.

00:29:29: Und da habe ich mich jetzt natürlich auch gefragt, macht Horst Schlimmer jetzt demnächst so Marketingkooperationen nochmal.

00:29:35: Kann ich mir sehr gut vorstellen, dass da was kommt, weil bei Stromwerk ist er auch sehr gut genutzt worden, sage ich mal, mit McDonalds-Miniserie, Lorenz, Chief Erdnusslockenoffice usw.

00:29:47: Gab es da die kuriossten Sachen?

00:29:49: Mal schauen, was da uns bei Horst Schlemmer erwartet.

00:29:53: Ja, auf jeden Fall werden wir jetzt alle Fans.

00:29:55: Danke dafür, Roland.

00:30:01: So, Julia, hab dich mal wieder ausführlich zugetextet da in Südafrika.

00:30:04: Was nimmst du denn aus dieser Folge heute mit?

00:30:07: Ja, also ich nehm auf jeden Fall mit, dass das Silicon Valley anscheinend an den meist bietenden irgendwelche KI-Product-Placements in Harry Potter oder James Bond-Film versteigert.

00:30:18: Ja, war auf jeden Fall ein spannender Case.

00:30:20: Ja, also ich hab mir auf jeden Fall gemerkt, wenn wir mal ein OMA-Takeaway-Buch rausbringen, dann kaufen wir beim Vorwort-Verlag das Best-Heller-Paket für twenty-fünftausend Euro.

00:30:28: Das wird sich sicherlich lohnen.

00:30:30: Ja, unten am Ende nochmal ein Special-OMR-Takeaway für die ohne Aktienwirt-Schwer-Kollegen.

00:30:37: Die wollen nämlich unbedingt noch ihren Kalender loswerden jetzt gerade zu Weihnachten.

00:30:41: Und die können ja dann zum Beispiel einfach mal Horst Schlemmer fragen, ob deren LinkedIn-Post für die absetzt.

00:30:46: Ja, ich freue mich total drauf.

00:30:47: Und ich freue mich natürlich auch, wenn ihr, liebe Hörerinnen und Hörer, nächste Woche wieder zuhört.

00:30:52: wenn ihr uns vielleicht bewertet, wenn ihr uns weiter empfehlt, wenn ihr uns Themenvorschläge schickt an takeaway.omr.com.

00:30:59: Ähm, genau.

00:31:01: Und ich freu mich natürlich am meisten darauf, wenn Julia hier nächste Woche noch mal bei mir im Studio sitzt und hier direkt uns miteinander

00:31:08: streiten kann.

00:31:09: Ich freu mich natürlich auch bis nächste

00:31:20: Woche.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.